Rassebeschreibung

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Die Streicherente wurde in den zwanziger Jahren des 20. Jahrhunderts in Deutschland eingeführt. In England wurde sie aus Campbell- und Laufenten erzüchtet. In der ziemlich leicht gebauten, jedoch nicht zu schlanken Form stimmt sie mit der nahe verwandten Campbellente überein. Sie hat eine leicht aufgerichtete Form und ist eine insgesamt sehr lebhafte und bewegliche Ente. Farblich zeigt sie die stärkste Aufhellung der Wildfarbe, welche sich im Laufe des Jahres stark verändert. Der Rumpf ist länglich und gut gerundet, zudem etwas aufgerichtet. Wobei die Ente einige Grad weniger aufgerichtet ist als der Erpel. Die Linien des Rückens und der Unterseite sollen annähernd parallel verlaufen. Der Rücken ist lang und verläuft fast gradlinig, ist aber nicht zu breit. Die Schultern sind gut abgerundet. Eine fleischige und nicht zu volle Brust ist gewünscht, sie sollte aber auch nicht zu flach sein. Nicht zu stark entwickelt sollte der Bauch sein. Der Kopf ist länglich gezogen, die Oberlinie gut gerundet mit wenig ansteigender Stirn. Mittellang ist der Schnabel, der leicht zur Stirn ansteigt. Das Auge hat eine dunkle Farbe. Der Hals ist mittellang und leicht gebogen, nach unten allmählich stärker werdend in die Brust üergehend. Eine scharfe Kehlung ist gefordert. Die Flügel sind gut geschlossen und liegen fest am Körper an. Der Schwanz soll in die Rückenlinie verlaufen oder doch nur wenig abgehoben sein, er wird geschlossen getragen. Die Schenkel sind wenig hervortretend. Die Läufe sind mittellang, wobei der Erpel etwas höher gestellt ist als die Ente. Das Gefieder ist gut anliegend, aber nicht zu weich.

Die Grundfarbe des Erpels ist silbrig-rahmweiß. Kopf und Oberhals sind bis zum geschlossenen weißen Halsring schwarz, grün schillernd. Unterhals, Schultern, Brust und Brustüberlauf in die Flanken sind rotbraun mit je nach Federgröße schmaler bis nicht zu breit auslaufender silberweißer Säumung. Der Unterrücken ist silbergrau mit dunklen Tupfen, jede Feder ist weiß gesäumt. Bürzel und Schwanz sind nahezu schwarz. Die Schwanzlocke ist ebenfalls schwarz, genau wie das Kielgefieder, welches zum Flankengefieder scharf abgegrenzt ist. Die Flügel sind grauweiß gemischt mit hellem Saum und einem lebhaft grün bis bläulich glänzenden Spiegel. Die vordere Spiegeleinfassung aus schwarzen Federn, von denen jede weiß gesäumt ist. Den hinteren Spiegelabschluss bildet nach dem Grünblauglanz zunächst ein abgegrenzter schwarzer, dann weißer Streifen. Die Flügeldecken sind silbrig aufgehellt mit grauer Rieselung. Der Schnabel zeigt sich in einem satten Weidengrün. Die Läufe sind orangefarbig.

Die Grundfarbe der Ente ist rahmweiß. Kopf und Oberhals präsentieren sich in einem satten bräunlichem gelb. Der helle Unterhals ist deutlich abgesetzt. Die dunkle Kopfstrichelung ist möglichst auf Stirn und Oberkopf begrenzt. Obere Brust, Unterhals, Schultern, und Rücken, Flanken und Schwanzkiel sind leicht braunschwarz gestrichelt. Die Grundfarbe muss aber stark vorherrschen. Unterrücken und Flügeldecken sind gelbbraun mit dunklen Tupfen und weißer Federsäumung. Der Bürzel ist kräftig braungefleckt. Wie beim Erpel ist der Spiegel blaugrün schillernd mit vorderer und hinterer weißer Spiegeleinfassung. Die Schwingen sind gelblich weiß mit deutlichen Grauenlagerungen. Hellbraun sind die Schwanzfedern. Die Schnabelfarbe ist graugrün. Braungrau bis dunkelbraungrau ist die Lauffarbe.

Bei beiden Geschlechtern ist ein kurzer, plumper Körper, eine Wammen- oder Kielbildung, stark abweichende oder gelbe Schnabelfarbe genauso wie weiße Schwingen, weiße Flügeldecken und fehlende Spiegeleinfassung hart zu bestraffen. Beim Erpel wird zudem noch ein dunkles Farbbild, sodass die Grundfarbe nicht mehr hervortritt, ein brauner Kopf, ein offener Halsring und fehlende Säumung als grober Fehler gewertet. Bei der Ente sind braune Einlagerungen in der Grundfarbe, vollständiges fehlen der Strichelung, glanzloser, grauer Spiegel wie auch weiße Kopffarbe, Weißer Kehlfleck und zu viel Strichelung im Hinterhals zu verachten. Die 2,5 kg (Erpel) bzw. 2,0 kg (Ente) schweren Streicherenten legen ca. 80 Eier im Jahr. Die Schalenfarbe der mindestens 65 g schweren Eier ist weiß. Beide Geschlechter tragen die Ringgröße 15.